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Backpacken im Iran

Bevor es Fragen gibt: Nein, der Iran hat nichts mit dem IS zu tun und es gibt auch keine Bombenanschläge. Ja, der Iran ist ein sicheres Reiseland. Nein, wir mussten nicht zum Islam konvertieren.

Wir (unverheiratetes Paar) waren dieses Jahr (2016) im August zwei Wochen im Iran mit dem Rucksack unterwegs: Tehran, Isfahan, Yazd und Shiraz.

Eine kleine Sammlung von Bildern der Reise findest du auf Flickr.

Visum

Man kann entweder ein Visum bei der Botschaft in Berlin bzw. dem zuständigen Generalkonsulat beantragen oder ein Visa on Arrival erhalten.

Für beide Arten wird eine Auslandsreisekrankenversicherung, die den Iran und die Reisezeit abdeckt, vorausgesetzt – den Nachweis also nicht vergessen.

Das Visa on Arrival dauert bei der Einreise etwas länger und es ist laut Auswärtigem Amt nicht sicher, ob man durchkommt. Im Iran haben wir aber einige Touristen mit Visa on Arrival getroffen, die das Verfahren als recht unkompliziert beschrieben haben. Ein Pole berichtete aber, dass er für 14$ eine Krankenversicherung abschließen musste, obwohl er einen Nachweis über seinen Versicherungsschutz vorlegen konnte.

Wenn man das Visum vor der Anreise beantragen möchte, gibt es Agenturen, die für ca. 30€ einen Teil des Papier- und Antragskrams übernehmen. Für den Zeitraum zwischen dem ersten Ausfüllen eines Formulars und dem Ausstellen des Visums sollte man mindestens 4 Wochen Zeit einplanen.

Das Auswärtige Amt hat auf jeden Fall immer gute und aktuelle Infos, auch im Bezug auf Reiseschutzimpfungen.

Wer reist in den Iran?

Wir haben viele Touristen getroffen: In Tehran haben wir vor allem Deutsche, Franzosen, Dänen, Niederländer und Ost-/Südostasiaten getroffen. An den anderen Orten waren vor allem Deutsche, Franzosen und Italiener. Vor allem Franzosen und Italiener schienen auch häufiger in größeren Reisegruppen unterwegs zu sein.

Neben den Gruppen, die organisierte und geführte Touren gebucht hatten, gab es viele Backbacker und viele Abenteurer, die mit dem Fahrrad von Südostasien nach Europa fahren oder von Europa in den Iran hitchhiken.

Unverheiratete Pärchen

Die strengen Sittenregeln im Iran schränken den Kontakt zwischen Männern und Frauen in der Öffentlichkeit stark ein. Jedoch genießen Ausländer einen gewissen Sonderstatus und man lässt ihnen bisschen mehr durchgehen.

Im Fernbus dürfen zum Beispiel eigentlich keine unverheirateten Pärchen nebeneinandersitzen. Dies war für uns aber kein Problem.

In Hostels und Hotels war es für uns kein Problem im gleichen Raum/Dorm zu übernachten. Nur unser Hostel in Tehran hatte die strikte Trennung in Männer- und Frauen-Schlafräume.

Unsere Fake-Eheringe, die wir vor der Reise gekauft hatten, um uns ggf. als Ehepaar ausgeben zu können, haben wer kein einziges Mal benötigt.

Bei Geschäften wird meistens der Mann angesprochen und mit ihm interagiert. Selbst wenn meine Freundin einem Kassierer das Geld gab, habe ich das Rückgeld bekommen.

Ansonsten gilt Allgemein, dass Frauen Frauen ansprechen und Männer Männer. Erst bei etwas längeren Gesprächen wird das andere Geschlecht miteinbezogen. Wir beide haben uns ab und zu ignoriert gefühlt.

Bei der Verabschiedung sollte der Mann abwarten, ob die Iranerin einen Händedruck anbietet. Wenn nicht, legt man die Hand auf die Brust und verabschiedet sich.

(Alleinreisende) Frauen

Es gibt alleinreisende Frauen im Iran – wir haben auch welche getroffen – und es sind uns zumindest keine krassen Horrorgeschichten zu Ohren gekommen. Teilweise gab es wohl Probleme, weil im Iran alleinreisende Frauen für bestimmte Dinge Erlaubnisschreiben des Vaters benötigen, oder weil europäischen Frauen gegenüber eine falsche Erwartungshaltung bestand. Teilweise werden alleinreisende Frauen wohl auch nicht als ernstzunehmende Geschäftspartner gesehen.

Die Probleme werden aber anscheinend allein schon dann weniger, wenn eine Frau nicht alleine sondern mit einer anderen Frau unterwegs ist.

Im Allgemeinen scheint der Iran aber ein recht sicheres Land für alleinreisende Frauen zu sein und meine Freundin würde nach ihren jetzigen Erfahrungen auch alleine durch den Iran reisen.

Hostels und Hotels

Es gibt relativ wenige „echte“ Hostels im Iran. Aber zumindest an den Touristen-Schwerpunkten gibt es Hotels, die auch Dorms haben. Die Dorms sind auch nicht immer nach Geschlechtern getrennt.

Als Anlaufstelle für die Hotel- und Hostel-Suche bietet sich die Seite hostelsiniran.com an.

Wir waren in folgenden Ho(s)tels:

Alle Übernachtungen haben im Dorm 15$ pro Nacht und Person gekostet; in Shiraz sogar nur 10$ pro Nacht und Person. In Isfahan haben wir, obwohl wir Dorm gebucht hatten, ohne Aufpreis ein Doppelzimmer bekommen.

Couchsurfing

Couchsurfing ist eigentlich im Iran verboten. Dennoch haben wir viele Reisende getroffen, die mindestens einmal bei Iranern übernachtet haben. Es gibt auch viele Iraner, die sich bei Couchsurfing tummeln und sich über Gäste freuen.

Geld und Bezahlung

Da die Kreditkarten-Firmen keine Geschäfte im Iran abwickeln dürfen, fällt diese Art der Bezahlung weg. Auch Paypal blockt immer wieder Accounts, die von Iranern genutzt werden. Das bedeutet, dass man eigentlich die gesamte Reise in bar bezahlt. Dementsprechend viel Geld muss man dabei haben.

Die Währung des Iran ist der Rial. Derzeit (August 2016) ist 1€ ca. 39.000 Rial wert. Man hantiert also immer mit relativ hohen Beträgen, was einem vor allem zu Beginn das Leben schwer macht. Außerdem sind die Geldscheine (z.B. zu 100.000 Rial) auch nicht gerade viel Wert. Also hat man auch immer einen dicken Stapel Scheine dabei. Die Scheine über 100.000 Rial sind keine Geldscheine im eigentlich Sinne (sondern Checks) und werden häufig nicht akzeptiert.

Um es komplizierter zu machen, werden aber Preise sehr häufig nicht in Rial sondern in Toman genannt und angeschrieben: 1 Toman = 10 Rial. 10.000 Toman sind also 100.000 Rial. Um das dann wiederum zu kürzen wird anstatt z.B. „10.000 Toman“ nur „10 Toman“ gesagt, was also auch 100.000 Rial entspricht.

Der Iran ist nach europäischen Maßstäben sehr günstig. Essen kostet ca. ab 100.000 Rial pro Portion bis 300.000 Rial pro Portion, je nach Gericht und Restaurant. Eine Portion Kebab, die zwei Personen satt macht, haben wir in Tehran für 110.000 Rial bekommen, also knapp 3€.

ÖPNV – Metro und Bus

Der ÖPNV war für uns nur in Tehran relevant. Wir haben uns dort für die Metro und BRT (Bus Rapid Transport = Busse auf eigenen Spuren) eine Chip-Karte mit Guthaben geholt. Die Karte kostet 15.000 Rial. 35.000 Rial Guthaben haben für 3 Tage gereicht. Danach haben wir noch einmal 10.000 Rial geladen, um ein paar Mal zu fahren. Die Karten erhält man direkt in den Metro-Stationen am Schalter „Credit Ticket“ oder von abreisenden Touristen, die sie nicht mehr benötigen.

U-Bahn-Fahren für Pärchen: In den U-Bahnen gibt es ganz vorne und hinten abgetrennte Frauenabteile. Alleinreisende Frauen oder Frauengruppen sollten diese auch nutzen, einfach weil dort meistens mehr Platz ist als in den übrigen Wagen. Frauen müssen diese Abteile aber nicht benutzen. Wenn man also in gemischten Gruppen oder als Pärchen unterwegs ist, sollte man zusammen in den allgemeinen Bereich der U-Bahn steigen, um sich im Getummel nicht zu verlieren.

Wenn eine Frau in den allgemeinen Teil der U-Bahn steigen, versuchen die Männer, solange es die Verhältnisse zulassen, Abstand zu halten und Platz zu machen, sodass sich eine „Blase“ um die Frau bildet. Meistens steht jemand von den Sitzplätzen auf, damit sich die Frau setzen kann. Vom männlichen Begleiter wird erwartet, dass er sich direkt vor die Frau stellt und die anderen Männer abschirmt. Wird kein Sitzplatz frei, macht jemand direkt neben der Tür in einer Ecke Platz, damit sich die Frau dort hinstellen kann. Der männliche Begleiter soll sich auch hier wieder abschirmend vor die Frau stellen.

Fernbusse

Fernbusse fahren im ganzen Land zwischen den größeren Städten. Unserer Erfahrung nach (im Sommer, also nicht Hauptsaison), kann man auch noch etwa 1-2 Stunden vor Abfahrt eines Busses Tickets vor Ort am Bus Terminal erwerben. Eine Fahrt von Yazd nach Shiraz kostete für uns z.B. pro Person 300.000 Rial im VIP Bus.

Die Klimaanlagen in den Bussen funktionieren sehr gut. Deshalb auf jeden Fall ein Pulli griffbereit haben!

Flug

Flüge sind vergleichsweise günstig. Man kann Inlandsflüge aber nur innerhalb des Landes buchen; bei Reiseagenturen oder direkt bei Büros der Fluggesellschaften. Die Preise der Fluggesellschaften sind festgesetzt und unterscheiden sich nicht. Iran Air hat uns ganz gut gefallen.

Flüge sind ab ca. 30€ zu haben.

Zug

Es gibt einmal am Tag eine Nachtverbindung zwischen Tehran und Shiraz (über Isfahan). Wir sind nicht damit gefahren, aber wir haben einen Dänen getroffen, der ganz begeistert von dem Zug und dem Liegewagen war.

Die Fahrt kostet ca. 20-25€.

Taxi

Taxi-Fahrten vom Flughafen Imam Khomeini nach Tehran kosten fix 700.000 Rial (günstigste Wagenklasse). Die Taxifahrer müssen sich daran halten. Vor dem Flughafen hängen Schilder, welcher Wagentyp wieviel kostet; außerdem gibt es einen Taxi-Schalter, an den man sich wenden kann.

Vor anderen Taxi-Fahrten sollte man beim Hostel/Hotel oder seinem Gastgeber nachfragen, wieviel eine Fahrt maximal kosten sollte, damit man nicht über den Tisch gezogen wird. Häufig lag der Preis für die Strecken Bus Terminal – Hotel bei 100.000 Rial.

Eintrittspreise

Einige Sehenswürdigkeiten kosten keinen Eintritt. Viele kosten aber 200.000 Rial Eintritt für Ausländer. Wenn man persische Zahlen lesen kann, erkennt man, dass Iraner öfters nur 30.000 Rial bezahlen müssen.

Die Hitze

Wir waren ungünstigerweise im August im Iran und hatten jeden Tag über 30°C. Am heißesten Tag der Reise waren es 39°C. Wenn man die Wahl hat, ist eine Reise im Frühjahr oder im Herbst die bessere Wahl.

Man kann an jeder Straßenecke Wasser kaufen. 0,5ℓ kosten meist 5000 Rial, 1,5ℓ zwischen 8000 und 15.000 Rial. Die Angebote sollte man nutzen und immer eine Flasche dabei haben.

Es gibt außerdem sehr viele Wasserspender, die kostenloses Trinkwasser zur Verfügung stellen. Aufgrund hygienischer Bedenken haben wir das aber nie ausprobiert.

Bei den hohen Temperaturen haben wir uns einfach den Iranern angepasst: Langsam gehen, möglichst im Schatten, häufig Pausen, ab und an längere Pausen an einem schattigen Plätzchen im Park. Morgens sollte man früh raus, solange es noch „kühl“ ist. Ab Mittag sollte man an einem kühlen oder klimatisierten Ort verbringen. Ab 17 oder 18 Uhr wird es wieder angenehmer und man kann wieder draußen rumlaufen.

Alkohol und andere Drogen

Alkohol gibt es im Iran nicht zu kaufen und man sollte sich auch nicht mit Alkohol erwischen lassen. Der Verzicht fällt auch gar nicht so schwer, weil man nicht die ganze Zeit durch Werbung und andere Personen „in Versuchung geführt“ wird.

Wenn man bei Iranern zu Besuch ist, wird evtl. darauf hingewiesen, dass der Gastgeber einen kleinen, geheimen Vorrat an Alkohol besitzt. Man sollte dankend ablehnen; denn im Zweifelsfall bringt das nur eine Menge Probleme mit sich.

Das gleiche gilt auch für andere Drogen. Finger weg! Im Zweifelsfall drohen nämlich ziemlich heftige Strafen.

Nur Rauchen ist erlaubt. Wobei wir in der Öffentlichkeit nur rauchende Männer gesehen haben.

Alte, bärtige Männer

Überall hängen die Porträts von Chomeini und Chamene’i, egal ob in Hotels, U-Bahn-Stationen, an Brücken; einfach überall.

Und z.B. wenn man abends am Meydan-e Naqsh-e Jahan in Isfahan sitzt, wird dort Musik gespielt und es werden Reden gehalten. Wenn man kein Farsi versteht, hört sich das einfach nach Unterhaltung an. Wenn man Farsi versteht, weiß man, dass dies eine „nette“ Propaganda-Veranstaltung ist.

Die Iraner und Iranerinnen

Die allermeisten Iraner und Iranerinnen, die wir getroffen haben, waren herzliche und weltoffene Menschen. Als (offensichtlicher) Ausländer wird man ca. 100 mal am Tag gefragt: „Hi, how are you? Welcome to Iran. Where are you from? Do you like Iran?“ Und so weiter.

Wenn man die Möglichkeit hat, Iraner privat zu erleben, sollte man sie nutzen. Unsere Erfahrung ist, dass Iraner privat sehr locker sind. Zu Hause laufen die Frauen dann ohne Kopftuch rum, aber sobald ein Nachbar klingelt ziehen sie sich schnell Kopftuch und Manteau an und öffnen dann erst die Tür. Wenn die Tür wieder zu ist, wird alles schnell wieder ausgezogen.

Iraner*innen sind auch sehr gastfreundlich und tischen alle möglichen Tee-Variationen, Obst, Süßigkeiten etc. auf, um es den Gästen gut gehen zu lassen. Das hat auch damit zu tun, dass sie natürlich um das schlechte Image des Iran in der westlichen Welt wissen. Sie tun (fast) alles dafür, dass Touristen zu Hause Werbung für das „wahre“, (gast)freundliche und weltoffene Iran machen. Sie betonen auch häufig, dass Iraner und iranische Politiker nicht gleichzusetzen sind.

Was bei Dienstleistungen, z.B. an Rezeptionen oder Ticketschaltern, ab und zu schwierig ist, ist die Art, wie auf Fragen reagiert wird: Anstatt einer Antwort auf die Frage bekommt man ein Ergebnis.

Ein Beispiel: Man fragt am Ticketschalter, wann der nächste Bus nach Shiraz fährt, ob noch zwei Plätze frei sind und wieviel ein Ticket kostet. Die Reaktion ist, dass man fünf Minuten von der Person am Schalter ignoriert wird. Zwischendurch telefoniert sie und unterhält sich mit anderen Leuten. Nach fünf Minuten wird einem das Ticket in die Hand gedrückt und der Preis genannt.

Die kleine Gruppe an unangenehmen Iranern waren die windigen Geschäftsleute, die versuchen Touristen übers Ohr zu hauen.

Stadtbild und Sauberkeit

Wir waren erstaunt, wie sauber und grün die iranischen Städte sind. Zwar liegt über den Städten eine Dunst- und Smog-Glocke; das ist in den letzten Jahren aber wohl besser geworden.

An den Straßen gibt es meistens auf beiden Seiten Grünstreifen, die mehrmals täglich bewässert werden und Schatten spenden.

Vor allem morgens fegen die Leute vor ihrer Tür und spritzen die Gehwege mit Wasser ab, um Staub und Dreck wegzubekommmen.

Auch die Grünanlagen sind meistens sehr gut gepflegt und sauber. Hier machen viele Leute ihr Mittagsschläfchen auf einer Bank im Schatten.

Dos and Don’ts and Maybes

Iran allgemein

Dos:

  • Genug Bargeld mitnehmen. Wir haben für 2 Wochen ca. 500€ pro Person benötigt. Für alles: Übernachtungen, Bus, Flug, Essen, Souvenirs. Einen gewissen Puffer sollte man aber haben.
  • Wenn man genügend Zeit hat, nicht nur die Touristenorte mitnehmen, sondern z.B. auch den Nordwesten (um Tabriz).
  • Kashan soll auch ganz nett sein, ist aber auch eher touristisch geprägt.
  • Über Couchsurfing Hangouts nach Leuten suchen, mit denen man sich treffen kann.
  • Sich quer durch alle Speisekarten futtern: Kebab, Fesenjan, Dizi, Beryani, etc. pp.
  • Das persische Alphabet rudimentär lernen. Wenn man bisschen was lesen kann, findet man Hotels und Sehenswürdigkeiten leichter, denn nicht alle Hinweisschilder sind mit Umschrift versehen.

Don’ts:

  • Sich übers Ohr hauen lassen. Leute, die einen ansprechen und helfen wollen, wollen nicht immer helfen. Wenn man ein Taxi möchte, geht man zu einem Taxifahrer und verhandelt und lässt sich nicht von jemandem zu einem „günstigen“ Taxi führen.
    Jemand, der eloquent versucht, dich zu einer Aktion zu bewegen, macht dies, um dich auszunehmen. Wenn du nicht drauf eingehst und diese Person wird ungehalten/aggressiv, weißt du, dass dein Verdacht richtig war.
  • Eintrittspreise für Moscheen bezahlen. Wenn man abends Moscheen besucht (nach 18 oder 19 Uhr), kommt man unbehelligt kostenlos rein, weil das Ticket Office geschlossen ist. Das wird auch von allen Anwesenden akzeptiert; man sollte sich natürlich angemessen verhalten.
  • Sich auf den Lonely Planet verlassen. Die Ausgabe von 2012 hat viele Fehler in den Karten (Straßen fehlen; teilweise werden Straßen gezeigt, die es nicht gibt; Restaurants, Hotels, Sehenswürdigkeiten sind an falschen Stellen markiert) und die Preise stimmen meistens nicht mehr.
  • Donnerstags oder freitags Geld wechseln wollen. An diesen Tagen haben keine Wechselstuben offen: also rechtzeitig dran denken Geld zu tauschen! Im Notfall wechselt die Hotelrezeption, aber mit extrem schlechten Wechselkursen (für dich).
  • Rial und Toman durcheinanderwerfen.
  • Sich überfahren lassen. Am Anfang am besten neben Einheimischen die Straßen überqueren und sich deren Strategien abschauen.
  • Bilder von Polizei, Militär oder Grenzgebieten machen.
  • Vegetarier sein. Vegetarier haben es echt schwer vegetarische Gerichte zu finden. Selbst „Vegetable Stew“, das man häufig auf Speisekarten findet, hat meistens tierische Bestandteile.

Maybes

  • Damavand besteigen. Um den höchsten Berg des Iran zu besteigen muss man aber ein paar Tage Zeit mitbringen, um sich zu akklimatisieren.
  • Vor der Reise das Buch Couchsurfing im Iran lesen

Tehran

Dos

  • Den Golestan-Palast anschauen. In der Nähe ist außerdem der Basar
  • Von Bam-e Tehran über die Stadt schauen (mit der Seilbahn ganz rauf fahren)
  • Die Graffitis an der ehemaligen US-Botschaft anschauen. Wenn man Glück hat, ist die sie für Besucher geöffnet und man kann reingehen.
  • Das Museum of Contemporary Art anschauen. Als wir da waren, war es allerdings geschlossen.

Isfahan

Dos

  • Abends zum Meydan-e Naqsh-e Jahan (Imam Square) gehen, etwas zu essen kaufen und sich dann auf eine der Grünflächen setzen.
  • Über den Basar laufen
  • Die beiden großen Moscheen anschauen. (abends, wenn man keinen Eintritt zahlen muss)

Yazd

Dos

  • Ins Art House Café gehen, vom Dach aus über Yazd schauen und danach Tee trinken.
  • Sich die Zoroastrier-Stätten anschauen (Feuertempel und Towers of Silence)
  • In der Nähe der Masjed-e Jameh auf dem Basar zum Bäcker gehen, bei dem man beim Brotbacken zuschauen kann

Shiraz

Dos

  • Eine kostenlose Führung durchs Shah Cheragh erhalten. Einfach reingehen; es wird einem dann ein Führer oder eine Führerin zugewiesen. Ohne Führung kommt man nicht rein.
  • Sich (vor der Reise) mit den großen Dichtern der Perser (z.B. Hafez) befassen und deren Grabstätten besuchen.
  • Eine Tour nach Persepolis mitmachen.
    Bis zwei Personen ist es günstiger, wenn man eine Tour zu 30€/Person mitmacht.
    Ab drei Personen ist es ggf. günstiger, als Gruppe ein Taxi zu nehmen, das einen nach Persepolis und Naqsh-e Rostam (Necropolis) fährt. Überall in Shiraz bieten Taxi-Fahrer Fahrten an. Natürlich sollte man vorher den Preis ausmachen. Wir haben eine Vierer-Gruppe getroffen, die ca. 50-60€ für das Taxi bezahlt haben.

Maybes:

  • Persegadae anschauen. Dies kann man mit der Persepolis-Tour verknüpfen. Aber Persepolis wird den meisten Leuten reichen.
  • Beim Transfer von oder nach Yazd Persepolis, Naqsh-e Rostam und Persegadae besuchen. Es gibt verschiedene Anbieter, die ca. 100$ für eine Gruppe (bis 4 Personen) nehmen. Dort ist dann Fahrt, Eintritt und ggf. Führung und Essen inbegriffen. Man sollte hier vorher genau nachfragen, was inbegriffen ist und verschiedene Anbieter vergleichen.
  • Am Koran-Tor geocachen gehen und den Blick über die Stadt schweifen lassen