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Backpacken auf Kuba

Im Oktober/November 2017 war ich mit einem Freund auf Kuba etwa 2,5 Wochen mit dem Rucksack unterwegs.

Das Reisen dort ist sehr viel anders im Vergleich zu so ziemlich jedem anderen Land, weil man z.B. fast nirgendwo Internetzugriff hat und man sehr viele Dinge offline regeln muss.

Eine kleine Auswahl an Bildern der Reise gibt es auf Flickr.

Visum und Einreise

Für die Einreise nach Kuba benötigen deutsche Staatsangehörige kein Visum. Jedoch benötigt man eine Touristenkarte, ohne die man nicht ins Land reingelassen wird.

Diese Touristenkarte kann man bei der Botschaft in Berlin oder Bonn persönlich, durch Dritte oder per Post beantragen. Wenn man nicht persönlich erscheint, erhöht sich jedoch die zu zahlende Gebühr von ca. 25€ auf ca. 50€.

Am Flughafen – wir sind von Köln/Bonn abgeflogen – wurden jedoch auch über die Fluggesellschaft bis kurz vor dem Abflug am Gate diese Touristenkarten für ca. 20€ verkauft. Ich weiß jedoch nicht, ob dies immer der Fall ist und ob man sich darauf verlassen kann.

Bei der Einreise muss man ein spanischsprachiges Bestätigungsschreiben der Auslandsreisekrankenversicherung vorzeigen können. Man erhält sie auf Anfrage bei der Versicherung.

Orientierung

Da es auf Kuba nur spärliche Internetversorgung gibt, ist eine Offline-Karten-App oder eine Totholzkarte unbedingt empfehlenswert.

Wir haben gute Erfahrungen mit der Karten-App „Karte von Kuba offline“ gemacht. Sie nutzt die Daten von Openstreetmap. Viele Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte, Busstationen, Geldautomaten, internationale Ärzte und Apotheken sind hier eingezeichnet und durchsuchbar.

Internet

Internet gibt es auf Kuba nur in den größeren Städten. Dort gibt es in bestimmten Parks Hotspots des staatlichen Telekommunikationsanbieters (ETECSA).

Um die Hotspots nutzen zu können, benötigt man Zugangscodes, die man dort in der Nähe erwerben kann. Es gibt Karten für die WLAN-Nutzung für 1 Stunde und 5 Stunden.

Wenn man einen Code für eine Stunde bei ETECSA direkt kauft, kostet er 1,5CUC. Wenn die offizielle Verkaufsstelle jedoch geschlossen ist, gibt es noch „Zwischenhändler“, die sich in der Nähe der Parks aufhalten und bis zu 5CUC für einen 1-Stunden-Code nehmen. Man sollte sich hier also nicht über den Tisch ziehen lassen.

Die Hotspots funktionieren meistens, aber nicht immer. Wichtige Dinge sollte man also offline speichern, bzw. rechtzeitig klären.

Nach Möglichkeit sollte man die Statusseite, die anzeigt, wieviel Zeit noch verbleibt, geöffnet lassen, um sich abmelden zu können, wenn man nicht die gesamte Stunde verbrauchen möchte.

Internet über die mobile Datenverbindung existiert nicht – und es wäre nach den offiziellen Preistabellen der deutschen Provider sowieso unbezahlbar teuer.

Flug und Anreise

Es gibt mehrere Fluggesellschaften, die nach Kuba fliegen. Dabei werden hauptsächlich – aber nicht nur – die beiden Flughäfen in Havanna und Varadero angeflogen.

Varadero ist der Urlaubsort für internationale Touristen mit vielen All-Inclusive-Burgen und einem langen Sandstrand. Deshalb gibt es viele Flüge dorthin.

Wenn man in Varadero landet, kann man innerhalb von 2-3 Stunden nach Havanna gelangen.

Reisen innerhalb von Kuba

Die großen Städte und auch einige kleinere Städte und Orte werden durch die Busse des Anbieters Viazul miteinander verbunden. Die Fahrzeiten sind gut und die Preise erschwinglich. Plätze kann man online oder an den Abfahrts-/Ankunftsorten der Busse kaufen. Man sollte sich aber spätestens einen Tag vor der Fahrt um einen Platz kümmern. Die Klimaanlagen funktionieren in den Viazuls meistens sehr gut. Etwas Langärmliges sollte man griffbereit halten.

Eine weitere Möglichkeit, um zu reisen und auch Orte zu erreichen, die nicht vom Viazul angefahren werden, sind die Taxis Colectivos. Man findet sie meistens recht einfach in der Nähe der Viazul-Busstationen oder man fragt in seiner Unterkunft nach. Der Preis ist Verhandlungssache und es ist – wie der Name schon sagt – am besten, wenn man sich das Taxi mit anderen Leuten teilt. Taxis Colectivos sind meistens entweder offizielle Taxis (gelb) oder alte Amischlitten, für die Kuba ja bekannt ist.

Flüge innerhalb Kubas lassen sich z.B. über die Seite Cuba Travel Network buchen. Flüge lohnen sich vor allem für die weite Strecke Santiago-Havanna oder Baracoa-Havanna. Zu beachten ist, dass man sich rechtzeitig um Flüge kümmern muss, um noch Plätze zu bekommen. Unsere Erfahrung ist, dass z.B. die Flüge Santiago-Havanna etwa eine Woche im Voraus ausgebucht sind. Zu beachten ist außerdem, dass es in Havanna mehrere Flughäfen gibt, die teilweise etwas außerhalb liegen.

Innerhalb der Städte kann man ein Taxi mit Preis auf Verhandlungsbasis nehmen. Meistens sind das alte amerikanische Autos. Unsere Erfahrung war, dass man gut damit fährt, als Einstiegsgebot für den Fahrpreis 2CUC zu wählen und sich dann langsam hochhandeln zu lassen.

Oder man lässt sich von einem Bicitaxi – einem dreirädrigem Fahrradtaxi – durch die Stadt fahren.

Geld

In Städten konnten wir mit DKB-Visa-Kreditkarten immer ohne Probleme Geld abheben.

In kleinen Orten gibt es aber meistens keine Geldautomaten. Generell sollte man immer eine gewisse Reserve für ein paar Tage bereithalten. Im Notfall kann man ggf. auch in Euro bezahlen; darauf sollte man sich aber nicht verlassen.

Auf Kuba gibt es zwei Währungen, die parallel existieren: Kubanischer Peso (CUP) und Peso Convertible (CUC). Dabei ist für Touristen nur der CUC interessant und man kommt auch nur mit ihm in Berührung. Er entspricht 1:1 dem Wert des US-Dollars, was das Umrechnen einfach macht.

Ein beliebtes Touristensouvenir ist jedoch der 3-CUP-Schein, auf dem Che Guevara abgebildet ist.

Unterkünfte

Auf Kuba gibt es keine Hostels, wie man sie so als Backpacker kennt. Es gibt Hotels in jeder größeren Stadt und für Pauschaltouristen vor allem in Varadero viele All-Inclusive-Anlagen.

Für Tourist*innen mit kleineren Geldbeuteln bieten sich die Casas Particulares an: Privatleute bieten Gästezimmer für Touristen an. Dies darf nur mit offizieller Lizenz geschehen – bei Problemen verlieren die Anbieter evtl. diese Lizenz. Eine offizielle Casa Particular hat außen ein Zeichen am Haus, an dem man erkennen kann, dass sie eine Lizenz hat. Es darf in einer Casa Particular maximal zwei Gästezimmer geben. Meistens erhält man dort ein leckeres Frühstück mit Obst, Kaffee, Tee, Brot, Wurst und Käse. Wenn man nachfragt, bekommt man gegen Aufpreis auch ein meistens reichhaltiges Abendessen.

Eine Übernachtung kostet im Doppelzimmer ca. 15-30CUC. Da die Besitzer durch die Gästezimmer für kubanische Verhältnisse sehr viel Geld verdienen, meistens die gesamte Familie finanziell von den Gästezimmern abhängig ist und viel von der Zufriedenheit der Gäste abhängt, sind die Ausstattung und der Service in den allermeisten Fällen sehr gut. Gleichzeitig bekommt man einen kleinen Einblick in das Leben von Kubanern.

Die Betreiber sind untereinander außerdem vernetzt und geben gerne Empfehlungen für Casas Particulares in anderen Städten. Auf Anfrage rufen sie auch in anderen Casas Particulares an, um ein Zimmer zu reservieren.

Eine kleine Auflistung über Casas Particulares in verschiedenen Orten, die ich empfehlen kann:

  • Playa Girón: Casa Miguel y Odalys (migueodalis69[at]nauta.cu): sehr viel und gutes Essen
  • Camagüey: Casa Vega: Die Inhaberin war einmal Pianistin, ist sehr freundlich und hat mir sonntags einen Arzttermin organisiert.
  • Baracoa: Casa Atabey (Inh. Yanicet Mora Hernández, yadaimis[at]nauta.cu): Sehr empfehlenswert! Die Casa hat erst im Jahr 2017 eröffnet und wir waren so ziemlich die ersten Gäste. Die Betreiber sind sehr liebenswürdig und zuvorkommend. Es gab sehr leckeres Essen und gute Unterhaltungen mit der Inhaberin. Die Casa soll noch weiter ausgebaut werden und eine Dachterasse erhalten.

Die Empfehlungen des Stefan Loose Reiseführers sind unserer Erfahrung nach immer sehr gut und treffend. Der Reiseführer ist auch im Allgemeinen zu empfehlen.

Medizinische Versorgung

Kubaner können kostenlos zum Arzt gehen, jedoch sind für sie Medikamente relativ schwierig zu bekommen. Die Regale der Apotheken sind ziemlich leer und die Schlangen recht lang.

Für Touristen sieht dies etwas anders aus. In großen Städten gibt es Clínicas Internacionales und Farmacias Internacionales, die im gleichen Gebäude zu finden sind. Als Tourist kann man dort einfach vorstellig werden. Die Ärzte sprechen Englisch. Nach der Untersuchung erhält man das passende Medikament – wenn nötig – direkt aus der Apotheke. Untersuchung und Medikamente bezahlt man bar und erhält Quittungen.

Wir beide mussten je einmal zum Arzt. Einmal wegen Erkältung und Fieber (hier gab es direkt noch eine Blutabnahme für einen Schnelltest auf Tropenkrankheiten) und einmal wegen Magen-Darm. Beide Male war der Arztbesuch unkompliziert und sogar sonntags wurde extra für uns die Praxis geöffnet.

Mangelwirtschaft

Kuba – als eines der letzten Relikte des Sozialismus – hat mit großen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Viele für uns alltägliche Dinge sind Mangelware. Baumaterialien für die Instandhaltung von Häusern, bestimmte Lebensmittel, Hygieneprodukte, etc.

In Cienfuegos sahen wir z.B., wie abends eine Drogerie beliefert wurde. Am nächsten Tag bildete sich eine lange Schlange vor dem Laden, die von der Polizei im Zaum gehalten wurde. Die Schlange wurde über mehrere Stunden nicht kürzer.

Dinge, auf die man angewiesen ist, sollte man auf jeden Fall in ausreichender Zahl mitführen, da man sie evtl. nicht einfach ersetzen kann.

Woran es jedoch nicht mangelt, ist Essen. Essen gibt es (fast) immer und (fast) überall – und meistens in ordentlichen Portionen. Oft gibt es aber einfach Fleisch mit Reis und Obst. Wenn man Abwechslung möchte, muss man sich also etwas umschauen oder nachfragen.

Auch am Rum mangelt es nicht. Wir hatten das Gefühl, dass es einfacher ist, eine Flasche Rum zu bekommen alse eine Flasche Wasser. Es gibt eine Vielzahl von Rumsorten, durch die man sich probieren kann. Dazu einfach in einem (gehobeneren) Restaurant einen Blick in die Karte werfen oder in eine Casa del Ron gehen.

Ein interessanter Nebeneffekt der Mangelwirschaft ist eine große Verbreitung von Elektro-Rollern. Weil man in Kuba an Tankstellen länger ansteht und es auch Orte gibt, die über 30km von der nächsten Tankstelle entfernt sind, besorgen sich die Kubaner nach Möglichkeit E-Roller. Eine Familie legt dann Geld zusammen und tut über Kontakte eine Möglichkeit auf, an einen Roller zu gelangen. Bis vor Kurzem war es wohl auf legalem Weg gar nicht möglich, einen E-Roller zu kaufen. Mittlerweile ist es wohl auch legal möglich.

Und obwohl es für Kubaner extrem schwierig ist, einen E-Roller zu bekommen, fahren sehr viele auf den Straßen umher. Wenn gerade kein Familienmitglied den E-Roller benötigt, wird er einfach ins Wohnzimmer geschoben und an der Steckdose geladen. Dort ist er außerdem sicher abgestellt.

Elektromobilität ohne staatliche Förderung – die Kubaner machen vor, wie es geht.

Ablauf und Orte der Reise

Die Stationen unserer Reise waren:

  • Ankunft in Varadero und sofortige Fahrt nach Havanna im Viazul
  • Sightseeing in Havanna. Mindestens zwei Tage sollte man einplanen
  • Fahrt im Viazul nach Playa Girón
  • Tauchtour (Centro de Busceo am Hotel) an der Punta Perdiz und Schnorcheln in der Caleta Buena.
    Playa Girón ist ein kleines, verschlafenes Nest das neben Strand, Meer und viel Ruhe und Entspannung nur noch das Museum zur Invasion in der Schweinebucht zu bieten hat.
  • Fahrt im Viazul nach Cienfuegos
  • Ein Tag Sightseeing in Cienfuegos
  • Fahrt im Taxi Colectivo nach Trinidad
  • Zwei Tage Sightseeing in und um Trinidad
  • Fahrt im Viazul nach Camagüey
  • Zwei Tage Sightseeing in Camagüey
  • Fahrt im Viazul nach Santiago de Cuba
  • Sightseeing in Santiago de Cuba. Hier lassen sich die Gräber der Nationalhelden von Kuba besichtigen, z.B. Martí, Céspedes und Fidel Castro. Auch das Grab von Bacardi (der mit dem Rum), ist hier zu finden.
    Uns hat Santiago aber am wenigsten auf unserer Reise gefallen, was wohl an den Leuten liegt. Wir konnten aber nicht wirklich sagen, was der Grund war.
  • Fahrt im Viazul nach Barcoa
  • Ein Tag Wanderung zum Yunque (Tafelberg): Man läuft durch Regenwald – Schuhe und Kleidung sollten also auf Schlamm und Dreck ausgelegt sein.
    Ein Tag Tour durch den Humboldt-Nationalpark. Man sieht Mahagoni, Kolibris und mit ewas Glück den kleinsten Frosch der Welt.
    Ein Tag Strand.
  • Flug Baracoa-Havanna mit Aerogaviota und Fahrt nach Varadero.
  • Tauchen in Varadero und Ausklingen lassen der Reise
  • Rückflug nach Deutschland

Fazit

Kuba ist ein Reiseland, das gewisse Fallstricke bietet (Internet, Mangelwirtschaft). Die Menschen aber sind sehr liebenswürdig und hilfsbereit. Landschaftlich und architektonisch gibt es einiges zu sehen und kulturell viel zu erleben.

Ein deusch sprechender Taxifahrer sagte uns: „Das, was ich euch eben erzählt habe, kann ich außerhalb des Taxis nicht sagen, weil man mich verhaften würde. Aber seit Raúl [Castro] ist schon vieles besser geworden.“

Demnächst wird Kuba wohl mit dem Verlegen von Internetleitungen in Privathäuser anfangen und die unter Obama eingeleitete Annäherung zwischen Kuba und den USA hat wohl erste positive Auswirkungen – wobei zu hoffen ist, dass Trump das nicht alles wieder zerstört.

Kuba ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Aber in Anbetracht der vielen Einschränkungen, die man dort erfährt, bin ich auch sehr froh, nicht mein gesamtes Leben dort verbringen zu müssen.

Telekom: Kundencenter Festnetz mit Mobilfunk verknüpfen

Mit meinem Festnetzvertrag bin ich bei der Telekom und habe letztens einen Prepaid-Vertrag ebenfalls bei der Telekom abgeschlossen.

Nachdem ich die neue SIM-Karte erhalten und aktiviert hatte, wollte ich den Prepaid-Vertrag auch im Kundencenter der Telekom sehen. Das war aber alles andere als einfach. Denn keine der offiziellen oder inoffiziellen Beschreibungen, die ich gefunden habe, haben funktioniert.

Aber letztendlich hat es doch noch funktioniert:

  1. Log dich im Kundencenter Festnetz ein: https://telekom.de/kundencenter . Dieser Schritt ist wichtig, damit im nächsten Schritt die richtige Seite angezeigt wird.
  2. Gehe auf https://mein.t-mobile.de/ .
  3. Auf der gezeigten Seite kann man nun seine Mobilfunknummer mit dem Kundencenter verknüpfen. Dafür ist die PUK der SIM-Karte notwendig.

Nachdem ich nun den Prepaid-Vertrag (Magenta Mobil Start M) im Kundencenter sehen konnte, wollte ich auch noch die im Prepaid-Vertrag enthaltene Hotstop-Flat aktivieren:

  1. Sende eine SMS an die Nummer 9526 mit dem Inhalt „OPEN“. (Die SMS kostet 9 Cent.)
  2. Du erhälst eine SMS mit den Zugangsdaten (Nutzerkennung, Passwort).

Nicht das Gesetz zählt…

«[… D]ie sogenannten Strafsachen gehen zurück. Ich habe nur noch Untersuchungen wegen grober Verstöße gegen die neuen Anordnungen zu leiten. Noch nie wurden die alten Gesetze so genau beachtet.»

«Weil sie im Vergleich zwangsläufig gut erscheinen», sagte Tarrou.

[…]

«Was macht das schon?», sagte er. «Nicht das Gesetz zählt, sondern die Strafe. Wir können nichts dazu.»

«Der da», sagte Cottard, als der Richter gegangen war, «ist der Feind Nummer eins.»

— Albert Camus, Die Pest

Telekom DSL-Zugangsdaten sniffen

Wenn man einen neuen Router in Betrieb nehmen möchte, fällt einem plötzlich auf, dass man die DSL-Zugangsdaten nicht mehr weiß – und dann findet man das Schreiben des Internetanbieters nicht mehr.

Wenn man bei der Telekom oder einem anderen Anbieter ist, bei dem die DSL-Anmeldung unverschlüsselt stattfindet, und einen Fritz!Box-basierten Router nutzt, kann man die Daten so sniffen:

  1. Benutzt man eine Fritz!Box, öffnet man die Seite http://fritz.box/html/capture.html. Benutzt man einen Fritz!Box-basierten Speedport (z.B. W 503V (Typ A), W 721V, W 722V (Typ A), W 920V), öffnet man die Seite https://speedport.ip/html/capture.html. Dazu muss man nicht einmal die Zugangsdaten zum Router kennen.
  2. Dann zieht man das DSL-Kabel, sodass der Router die Verbindung zum Internet verliert.
  3. Ein wenig warten (5-10 Sekunden).
  4. Dann beim Punkt „Paketmitschnitt auf DSL-Ebene (Standard)“ auf Start klicken. (Während der nächsten Schritte bietet der Browser eine Datei zum Download an. Den Download bestätigen.)
  5. Das DSL-Kabel wieder am Router einstecken und warten, bis der Router anzeigt, dass er online ist.
  6. Auf Stop klicken.
  7. Die Datei, deren Download man vorher bestätigt hat, beinhaltet nun den Datenverkehr zwischen Router und Anbieter/Internet und (hoffentlich) die Zugangsdaten im Klartext.
  8. Die Datei in einem Editor (unter Linux z.B. vim) öffnen und nach einem bekannten Teil der Login-Daten suchen.
    • Bei einem Speedport der Telekom kann man unter KonfigurationNetzwerkInternetzugang die T-Online-Nummer nachschauen.
  9. Man findet dann etwas wie 001234567890#123456789012#0001@t-online.de^H12345678, was dem Schema <Anschlusskennung>#<T-Online-Nummer>#<Mitbenutzernummer / Suffix>@t-online.de^H<Persönliches Kennwort> folgt.

via ip-phone-forum.de

VirtualBox und die Guest Additions

Wenn man ein Betriebssystem in einer VirtualBox laufen lässt, wünscht man sich ab und an, dass man Dateien zwischen Host  und Guest System austauschen kann. Nicht anders sieht es bei der eingeschränkten Bildschirmauflösung aus; die möchte man dynamisch ändern können und auch mal im Vollbildmodus arbeiten.

  • Guest System: Das Betriebssystem, das innerhalb der virtuellen Maschine läuft.
  • Host System: Das Betriebssystem, auf dem die virtuelle Maschine läuft.

Mit den Guest Additions geht das ganz einfach. Zunächst installiert man Virtualbox und eben diese Erweiterungen. Unter Windows ist alles im Installer bereits enthalten, unter Ubuntu geht es so:

# Host System:
sudo apt-get install virtualbox-ose virtualbox-guest-additions

Windows als Guest System

Wenn dann das Guest System installiert ist und läuft, muss man die Erweiterungen installieren. Diese werden nicht auf dem Host System sondern auf dem Guest System installiert, indem man sie als virtuelle CD im Guest System lädt.

Um dies zu tun drückt man entweder „Host+D“ (in meinem Fall ist das „rechte Strg+D“) oder man geht über das Menü „Geräte“ („Devices“) → „Installiere Gast-Erweiterungen“ („Install Guest Additions“).

Ab diesem Moment steht im CD-Laufwerk eine CD bereit, auf der sich die Installer für die Gast-Erweiterungen befinden. Man sucht sich dann die passenden aus und installiert sie.

Ubuntu Linux als Gastsystem

Wenn man Ubuntu oder eine andere Linux-Distribution als Gastsystem installiert hat,  ist das Installieren der Gasterweiterungen noch viel einfacher:

# Guest System:
sudo apt-get install virtualbox-ose-guest-util

Andere Linux-Distributionen

Unter anderen Linuxdistributionen werden oft die Guest Additions – ähnlich wie bei Ubuntu – im Paketmanager angeboten. Teilweise muss man sie aber selber kompilieren.

Nach der Installation

Nach einem Neustart der VM steht dann ein wesentlich größerer Funktionsumfang bereit. Man kann „Shared Folders“ nutzen, über die man auf Dateien des Host System zugreifen kann und auch den Vollbildmodus richtig genießen.

Wenn man mehrer Gastsysteme mit Virtualbox betreibt, müssen die Guest Additions natürlich für jedes Gastsystem einzeln installiert werden.

Erste Fahrt mit dem Velaro D

Wenige Tage vor Weihnachten wurden die ersten vier „neuen ICEs“ (eigentlich heißen sie Velaro D) von Siemens an die Bahn übergeben – mit nur ca. zwei Jahren Verspätung.

Seitdem sind sie zwischen Dortmund, Köln, Frankfurt und Stuttgart im normalen Personenverkehr unterwegs. Die derzeitigen Fahrten, die mit einem Velaro D bedient werden, finden sich hier. Auf dieser Seite sieht man auch, dass sie nur zweimal bis viermal pro Tag auf eher unwichtigen Verbindungen fahren, damit sich mögliche Probleme nicht zu stark auswirken.

Bilder von meiner Velaro-Fahrt gibt’s auf Flickr.

Heute hatte ich die Möglichkeit mit einem dieser neuen Züge zu fahren (Mannheim-Heidelberg-Stuttgart und zurück). Das ist mir dabei aufgefallen:

Positiv

  • Die Geräusche beim Anfahren und beim Fahren sind gefühlt nicht so laut wie beim ICE 3. Insgesamt wirkt der Zug sehr ruhig und es gibt nur wenige Vibrationen.
  • An den Türen ist im Bahnhof ein Klacken zu hören, das sehbehinderten Personen das Finden der Türen erleichtern soll. Das löste bei einigen Fahrgästen Irritationen aus, weil sie wohl dachten, die Tür sei defekt.
  • Der Innenraum (der zweiten Klasse) ist ebenfalls mit vielen Hilfen für sehbehinderte Fahrgäste ausgerüstet, z.B. gibt sind die Sitzplatznummern auch in Braille geschrieben und neben den Einstiegen befinden sich Wegweiser und Wagennummer in Brailleschrift.
  • An mindestens einem  Einde eines Wagens gibt es Kofferabstellmöglichkeiten, sodass man große Gepäckstücke nicht zwischen den Sitzen an Mitreisenden vorbei durchschieben muss.
  • Die Anzeigetafeln für die Fahrgastinformationen sind nun nicht mehr neben den Einstiegen angebracht, sondern hängen in den Großraumabteilen von der Decke (insgesamt vier Monitore pro Wagen). Die Schrift ist dabei (gefühlt) größer als bei den anderen ICEs. Bei Verspätung wird die voraussichtliche Ankunft am nächsten Bahnhof in roter Schrift angezeigt.
    Die Informationen werden in Deutsch, Englisch und Französisch angezeigt.
    Generell wird, wenn der nächste Bahnhof angekündigt wird, ein Bild passend zur Stadt angezeigt, was ich persönlich sehr nett finde.
    Wie bei den anderen ICEs wird ab und zu die Geschwindigkeit angezeigt. Die Anzeige wird auch hier mit Bildern hinterlegt. Lustigerweise wird hier manchmal anstatt eines Velaros ein ICE 1 angezeigt.
  • Die Sitze haben – im Gegensatz zu anderen ICE-Gattungen – zwei Hebel zum Verstellen. Einen um nur die Sitzfläche zu verschieben und einen um Sitzfläche und Rückenlehne zu verstellen.
  • Auch ich als großgewachsene Person habe in der zweiten Klasse genug Beinabstand zum nächsten Sitz.

Negativ

  • Leider kann man nicht mehr wie beim ICE 3 dem Fahrer über die Schulter schauen, weil hinter den Führerstand ein kleines Technikabteil gesetzt wurde.
  • Es gibt keine Abteile mehr, sondern nur noch Großraumabteile. Ich persönlich finde Abteile ab und zu ganz angenehm.
  • Die Kofferabstellmöglichkeiten haben – nicht wie im ICE T – keine Gurte, um Gepäckstücke zu befestigen. Eventuell sollte man ein Fahrradschloss oder ähnliches zum Anketten mitnehmen.
  • Die Ablage über den Sitzen ist gefühlt kleiner als beim ICE 3.
  • Leider war schon nach ca. zwei Wochen im Betrieb eine Einstiegstür defekt.
  • Die Türen am Ende der Großraumabteile sind nicht einheitlich. Es gibt zwei verschieden Tür-Designs, wobei nicht ersichtlich ist, warum.
  • Die Mülleimer, vor allem an den Tischen, sind definitiv zu klein.

Fazit

Der Velaro D ist zum Reisen sehr angenehm und im Vergleich zum ICE 3, wenn man die Abschaffung der Abteile nicht beachtet, kein Rückschritt (vielleicht sogar ein kleiner Fortschritt).

Durch die Abschaffung der Abteile gibt es aber auf jeden Fall mehr Sitzplätze, was vor allem bei stark ausgelasteten Verbindungen von Vorteil sein wird.

Die ersten vier von 16 Velaros, die bisher geliefert wurden, werden zudem hoffentlich die Zuverlässigkeit der Verbindungen auf der Schnellfahrstrecke Rhein/Main-Köln erhöhen, da dort nun mehr Züge zur Verfügung stehen. Bisher fuhr die DB dort quasi ohne Reservezüge, weil es Probleme mit den Achsen der ICE 3 gibt, die dort sonst fahren.

Hallo Welt!

Nach einem Problem mit meiner Datenbank und ein wenig Datenverlust habe ich mich entschieden, hier einfach noch einmal mit einem leeren Blog anzufangen und nur einen Teil meiner alten Blog-Posts nach und nach in diesen Blog zu übertragen.