Koreareise – 3. Woche

Eine kleine Sammlung von Bildern der Reise findest du auf Flickr.

Letzten Montag habe ich von Gyeongju aus einen kleinen Abstecher (drei Stunden Fahrt mit Intercity-Bussen) nach Haeinsa, einem Kloster, gemacht. Dort lagert die Tripitaka Koreana, ein buddhistischer Text auf 80.000 hölzernen Druckplatten. Von den Platten sieht man aber nicht wirklich viel und Informationen dazu gibt es vor Ort nur auf Koreanisch.

Haeinsa liegt etwas abgelegen inmitten des Gayasan-Nationalparks. Das heißt natürlich nicht, dass dort nicht eine große Menge Wanderer und Tagestouristen umherläuft. Mir persönlich hat Haeinsa besser gefallen als Bulguksa am Tag zuvor. Die Athmospähre war ruhiger und die Landschaft drumherum ist schöner.

In Haeinsa bin ich mitten in einen koreanischen Schulausflug geraten. Das hatte zur Folge, dass ich von 10-15 kleinen KoreanerInnen (ca. 5. Klasse) belagert wurde. Natürlich mussten alle englischen Sätze, die sie gelernt haben, ausprobiert werden.

Am Dienstag bin ich nach Jeonju gefahren. Die Stadt ist für das Hanok Village (Hanoks sind die traditionellen koreanischen Häuser) und Bibimbap (ein sehr leckeres Essen) bekannt.

Am Donnerstag bin ich mit dem KTX ruckzuck in Seoul angekommen, wo ich ersteinmal von einem stärkeren Regenschauer begrüßt wurde. Gut, dass ich vom Hostelvater zum Bulgogi-Essen eingeladen wurde, sodass ich so schnell nicht mehr vor die Tür musste.

An meinem letzten vollständigen Tag in Korea bin ich mit einem Taiwanesen zum Deoksugung-Palast, nach Insadong und Hongdae; abends zum German Language Meetup, viele nette Leute kennen lernen.

Später war ich mit besagtem Taiwanesen noch ein letztes Mal koreanisch Essen. Zufälligerweise saßen am Tisch nebenan zwei gehörlose Koreaner. Da ich etwas Deutsche Gebärdensprache beherrsche und man die Gebärdensprachen anderer Länder zumindest ansatzweise verstehen kann, habe ich die beiden einfach mal angesprochen. Die beiden hatten vorher noch nie direkten Kontakt mit einem Ausländer und haben sich tierisch gefreut – ein sehr schönes Erlebnis.

Am Samstag Morgen bin ich dann früh zum Flughafen in Incheon gefahren. Dieser war total überfüllt, weil genau an diesem Tag die Asienspiele in Incheon zuende gingen und die Sportler (und Zuschauer) aus aller Herren Länder wieder nach Hause fliegen wollten.

Mein Fazit: Korea ist ein sehr schönes Land mit vielen netten Leuten und es gibt irre viel zu sehen. Alleine für das Essen lohnt es sich, noch einmal hinzufliegen, und vielleicht bietet sich ja irgendwann noch einmal die Gelegenheit dazu.