Ich finde Ubuntu (Gnome) im Bezug auf asiatische Schriftsysteme sehr gut zu handhaben. Es ist ziemlich intuitiv, die Eingabemethoden so einzurichten, dass man nach ein paar Minuten Koreanisch oder Japanisch oder eine andere sonderbare Schrift schreiben kann.
Unter Kubuntu, also KDE, hatte ich da schon ein paar Problemchen mehr, ich bin dann aber doch noch zu einer Lösung gekommen:
Zuerst installiert man ein paar Pakete:
sudo apt-get install ibus ibus-m17n im-switch ibus-qt4 ibus-gtk
plasma-widget-kimpanel-backend-ibus
Der nächste Schritt ist, „Alt+F2“ zu drücken, „ibus-daemon“ einzutippen und Return zu drücken. Es erscheinen wahrscheinlich ein paar Meldungen, die man mit „OK“ bestätigen kann.
Wenn jetzt kein Einstellungsfenster für iBus erscheint, sucht man in der Taskleiste nach dem dort erschienen iBus-Symbol (eine Tastatur mit einem Globus davor), klickt rechts und wählt „Einstellungen“.
Der erste Reiter in diesem Einstellungsfenster zeigt ein paar allgemeine Einstellungen an. Hier ist wichtig, dass man in der ersten Zeile die Tastenkombination „Strg+Leertaste“ ändern sollte, wenn man Eclipse benutzt. Ansonsten sollte man sich noch die Tastenkombination in der zweiten Zeile einprägen.
Der mittlere Reiter ist der wesentlich interessantere: Hier legt man fest, welche Schriften man schreiben möchte und deren Reihenfolge.
Man klappt das Dropdown-Menü auf. Dort ist, Dank des m17n-Pakets, eine große Auswahl an Schriften. Man sucht sich nun z.B. „Japanisch“ heraus und klickt links auf den kleinen Pfeil; und schon sieht man, welche Eingabemethoden für Japanisch angeboten werden. (Das gleiche gilt natürlich für Koreanisch etc.)
Wenn man dann auf den gewünschten Eintrag geklickt hat, darf man nicht vergessen, auf den Button „Hinzufügen“ zu klicken. Man wiederholt den Vorgang so lange, bis man alle gewünschten Schriften zusammen hat und legt dann die Reihenfolge fest.
Mit „Schließen“ verlässt man das Einstellungsfenster.
Der nächste Schritt ist, „Alt+F2“ zu drücken und „im-switch“ einzugeben. In dem erscheinenden Fenster wählt man „ibus“ (nicht „ibus-kde“) aus und schließt es wieder. Es erscheint eine Meldung, dass die Eingabe gespeichert wurde.
Nun muss man noch im Panel das Widget „Input Method Panel“ hinzufügen.
Danach legt man in den Systemeinstellungen bei den Programmen, die bei Systemstart ausgeführt werden, „ibus-daemon“ hinzu, damit iBus auch immer beim Systemstart mitgestartet wird.
Der letzte Schritt ist es, den PC einmal neuzustarten. Wenn alles funktioniert hat, erscheint nach der Anmeldung das iBus-Symbol in der Taskleiste.
Anwendung
Um jetzt tatsächlich auch „anders“ schreiben zu können, drückt man (z.B. in Firefox oder LibreOffice) „Strg+Leertaste“ (oder das, was man selber eingestellt hat), und schon gehts los.
Schlusswort
Das alles herauszufinden, war ein ziemlicher Akt. Vor allem weil es scheinbar leichtere Methoden gibt, die aber bei mir alle irgendwelche Nebeneffekte hatten. Nach einigem Hin und Her bin ich dann zu dieser Lösung gekommen.
